DeFi In Entwicklung

Nutzer von Wallet-Apps auf Hyperliquid 280 Mio. US-Dollar im Minus

Laut Hyperdash liegen Nutzer von sechs Wallet-Apps auf Hyperliquid 280 Mio. US-Dollar im Minus. Von den Verlusten seit dem 10. November 2025 entfällt etwas mehr als die Hälfte auf Gebühren.

SOLANA·HUB Redaktion

Sechs Apps und 280 Mio. US-Dollar

Nutzer von sechs Wallet-Apps liegen beim Handel mit Perps auf Hyperliquid zusammen 280 Mio. US-Dollar im Minus, schreibt Hyperdash in einer Auswertung, die Hanson Birringer am 19. Oktober 2026 auf X veröffentlicht hat. Hyperdash hat dafür knapp 400.000 Wallets erfasst, die über Phantom, MetaMask, Rabby, Trust Wallet, Invo und fomo handeln, jeweils über einen Builder Code, für den die App auf jeden Trade eine Gebühr nimmt.

Der Handel läuft auf Hyperliquid, und Phantom hat dort bei Perps bereits 50 Mrd. US-Dollar Volumen überschritten, wie die Meldung vom 16. Oktober festhält. Bei fünf der sechs Apps lag die typische Einzahlung einer Wallet zwischen 30 und 60 US-Dollar, während Rabby weniger und deutlich größere Konten hat, deren Nutzer laut Hyperdash am ehesten im Plus sind.

Auf einer Erklärseite vom 20. Januar 2026 stellt Hyperdash sich neben Phantom, PVP.trade und weitere Apps, über die der Handel an der nativen Oberfläche von Hyperliquid vorbeigeht. An solchen Orders hing laut der Seite wahrscheinlich ein Builder Code.

Gebühren und Handelsergebnis

Von den 280 Mio. US-Dollar entfallen laut Hyperdash etwa 126 Mio. auf den Handel über diese Apps seit dem 10. November 2025, und der Rest stammt aus der Zeit davor oder von Trades auf Hyperliquid außerhalb dieser Apps. Hyperdash teilt diese 126 Mio. US-Dollar in Handelsergebnis und Gebühren, wobei die Gebühren den größeren Teil ausmachen und etwas über der Hälfte liegen.

Jede App legt eine eigene Builder-Gebühr auf die Basisgebühr von Hyperliquid, sodass eine Order über 100 US-Dollar je nach App zwischen 6,5 und 14,5 Cent kostet. Nutzer von Invo haben bei 12,4 Mio. US-Dollar Einzahlungen ein Volumen von 5,8 Mrd. US-Dollar gehandelt.

Die sechs Apps

Hyperdash stellt die sechs Apps in einer Tabelle gegenüber. Die Gebühr je 100 US-Dollar setzt sich aus der Basis-Taker-Gebühr und der üblichen Builder-Gebühr zusammen, und das Ergebnis ist der Gewinn oder Verlust der Trader auf Hyperliquid über die gesamte Zeit.

AppErgebnisGebühr je 100 US-DollarWallets im Plus, gesamte ZeitVolumen je TraderMindestens einmal liquidiertLiquidationen je 10 gehandelte US-Dollar
Phantom−100,3 Mio. US-Dollar9,5 Cent21 %219.000 US-Dollar48 %20,4 Cent
MetaMask−74,0 Mio. US-Dollar14,5 Cent22 %223.000 US-Dollar39 %20,8 Cent
Rabby−79,3 Mio. US-Dollar6,5 Cent28 %532.000 US-Dollar36 %15,8 Cent
Trust Wallet−16,5 Mio. US-Dollar14,5 Cent27 %259.000 US-Dollar29 %13,4 Cent
Invo−5,7 Mio. US-Dollar8,0 Cent14 %65.000 US-Dollar73 %12,0 Cent
fomo−3,8 Mio. US-Dollar9,5 Cent27 %124.000 US-Dollar26 %11,7 Cent

Die sechs Ergebnisse ergeben zusammen minus 279,6 Mio. US-Dollar (im Text auf 280 Mio. gerundet). Eine weitere Grafik zeigt die Gebühren auf Trades über die jeweilige App, ohne Starttag in der Überschrift.

AppGebühren
Phantom29,9 Mio. US-Dollar
MetaMask15,3 Mio. US-Dollar
Trust Wallet6,3 Mio. US-Dollar
Rabby5,9 Mio. US-Dollar
fomo5,0 Mio. US-Dollar
Invo4,5 Mio. US-Dollar

Zusammen sind das 66,9 Mio. US-Dollar.

Märkte

BTC steht für knapp die Hälfte des Volumens über die Apps, danach folgen HIP-3-Märkte wie Öl, Silber und Gold, auf denen vor Januar kaum gehandelt wurde und die jetzt die zweitgrößte Kategorie sind. Auf BTC lagen die Gebühren allein höher als das, was Nutzer mit geschlossenen Trades verdient haben, und HIP-3-Märkte sowie kleinere Märkte kosten je gehandeltem US-Dollar mehr als BTC und ETH zusammen.

Die Grafik zu den Nettoverlusten addiert Handelsergebnis und Gebühren und kommt für die sechs Apps zusammen auf 125,6 Mio. US-Dollar (im Text etwa 126 Mio.):

  • BTC: 48,6 Mio. US-Dollar
  • HIP-3: 41,7 Mio. US-Dollar
  • SOL: 22,4 Mio. US-Dollar
  • übrige Märkte: 12,9 Mio. US-Dollar

Wer nach drei Monaten noch handelt

Die Zahl der monatlich aktiven Trader hat sich von November 2025 bis September 2026 mehr als verdreifacht, angeführt von Invo und fomo, die in wenigen Monaten von fast keinen Tradern auf Zehntausende kamen. Etwa die Hälfte der aktiven Trader eines Monats handelt zum ersten Mal über die Apps, und nach drei Monaten ist nur noch etwa jeder siebte neue Trader dabei (in der Grafik 15 Prozent). Laut Hyperdash hören die meisten nach dem dritten Monat auf, während das Wachstum von neuen Nutzern kommt.

Was zu beobachten ist

  • Ob die sechs Apps die Gebühr je 100 US-Dollar in dieser Höhe selbst ausweisen
  • Ob Hyperdash die Erfassung der Wallets genauer beschreibt als im Artikel

Quellen

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