Bitquery zählt 4,5 Millionen vergiftete Solana-Wallets
Bitquery zählt 4.497.798 Solana-Wallets mit Lookalike-Staub vom 30. Oktober 2025 bis zum 7. Oktober 2026. 1.104 zahlten später an die Fälschung, zusammen 940.106 US-Dollar, eine Untergrenze.
4,5 Millionen Wallets, wenige Zahlungen an die Fälschung
Bitquery zählt 4.497.798 Solana-Wallets, die zwischen dem 30. Oktober 2025 und dem 7. Oktober 2026 Staub von einer Lookalike-Adresse bekommen haben. Eine Lookalike übernimmt am Anfang und am Ende die Zeichen der Adresse, die gerade bezahlt wurde. Die Zahl ist die Reichweite, der Schaden ist kleiner.
Von rund 3,0 Millionen Wallets, die bis zum 9. Juli 2026 betroffen waren, haben 1.104 später mindestens 1 US-Dollar an die Fälschung gezahlt. Bitquery setzt die Summe auf 940.106 US-Dollar und nennt sie eine Untergrenze. Das ist etwa eine von 2.750 dieser Wallets.
90 Fälle mit 343.799 US-Dollar hat Bitquery ausgenommen. Nach den Regeln der Untersuchung sind das eher eigene Wallets oder Partner.
Hinweis: Dies ist Berichterstattung, keine Anlageberatung. Ein Angebot, verlorene Beträge zurückzuholen, ist das nicht.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Vergiftete Wallets | 4.497.798 |
| Lookalike-Adressen | 9,4 Millionen |
| Median pro Tag | etwa 42.000 Wallets |
| Wallets mit Zahlung an die Fälschung | 1.104 |
| Summe dieser Zahlungen | 940.106 US-Dollar |
| davon SOL | 600.510 US-Dollar |
| davon USDC | 269.418 US-Dollar |
| davon USDT | 70.178 US-Dollar |
Bitquery zählt eine Wallet an einem Tag, wenn sie mindestens 1 US-Dollar in SOL, USDC oder USDT zahlt. Danach muss Staub von einer anderen Adresse kommen. Die Lookalike teilt mindestens drei Zeichen am Anfang und drei am Ende mit der gerade bezahlten Adresse.
Staub ist SOL, USDC oder USDT im Wert von unter einem Cent. In seltenen Fällen ist es ein Token, das nur so heißt. Verluste zählt Bitquery nur für Wallets bis zum 9. Juli, damit jede drei Monate Zeit hatte.
Am Median-Tag kam der Staub 18 Sekunden nach der echten Zahlung. Vier von fünf betroffenen Wallets bekamen echten SOL-Staub.
40 Prozent der Dollar an die Fälschungen gingen an Kopien von Einzahlungsadressen einer Börse, nach den Adress-Labels von Bitquery. Die Labels zeigen, welche Adresse nachgeahmt wurde. Bitquery leitet daraus kein Verhalten der Börsen ab.
Zehn USDT als Test, dann der Rest
Am 17. November 2025 schickte eine Wallet zehn USDT an eine Einzahlungsadresse von Gate.io. Zwölf Sekunden später kam Staub von einer Lookalike. Zwei Minuten danach ging ein zweiter Test über zehn USDT an die Fälschung.
Der Test kam an. Kurz darauf folgten 30.749,80 USDT. Bitquery schreibt, Gate.io habe diese Zahlung nicht erhalten.
Die Adresse, die das Geld bekam, hatte nur Anfang und Ende der Einzahlung gemeinsam. Der Median aller Zahlungen an eine Lookalike lag bei 50 US-Dollar. Zwölf Zahlungen von mindestens 10.000 US-Dollar trugen 62 Prozent der Summe.
Vollständige Adresse prüfen
Die Adresse prüft man vollständig, auch in der Mitte. Anfang und Ende sind das, was die Lookalike nachbaut. Aus der Zahlungshistorie kopiert man sie nicht. Die Quelle ist die Einzahlungsseite oder die Nachricht der Person, die die Adresse geschickt hat.
Staub von einer unbekannten Adresse bewegt kein Guthaben von allein. Der Schaden entsteht, wenn jemand diese Adresse später kopiert. Eine Testzahlung schützt in dem Fall von Bitquery nicht: Der Test an die Fälschung kam an, danach folgte der große Betrag.
Das Muster beschreibt der Beitrag Address Poisoning auf Solana erkennen. Die Testzahlung, die dort als Gewohnheit vorkommt, geht in diesem Fall an die falsche Adresse und hält die große Zahlung nicht auf.
Im selben Fenster hat Bitquery Sandwich-Attacken und gescheiterte Swaps getrennt gezählt.
Was zu beobachten ist
- Die Verlustsumme gilt für Wallets bis zum 9. Juli 2026 und für Zahlungen innerhalb von 90 Tagen
- 90 Fälle mit 343.799 US-Dollar bleiben draußen, weil sie nach den Regeln von Bitquery eher eigene Wallets oder Partner betreffen
Quellen
- Bitquery — Address Poisoning auf Solana, On-Chain-Zahlen geprüft am 9. Oktober 2026
- SOLANA·HUB — Address Poisoning erkennen · Sandwich-Attacken · Gescheiterte Swaps