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Constellation: Multi-Proposer-Vorschlag für Solanas Block-Konstruktion

Helius-Research hat mit Constellation einen Protokoll-Vorschlag für Multiple Concurrent Proposers (MCP) auf Solana veröffentlicht. Anza hat eine ergänzende Roadmap-Position publiziert. Übersicht der Mechanik und der offenen Probleme.

SOLANA·HUB Redaktion · ·

Worum es geht

Helius Research hat mit Constellation den ersten formalen Protokoll-Vorschlag für Multiple Concurrent Proposers (MCP) auf einer Production-Blockchain veröffentlicht. Anza hat parallel einen Roadmap-Post zur Adoption ähnlicher Mechaniken publiziert.

Was Constellation vorschlägt

Aus dem Helius-Research-Post:

  • Statt eines einzelnen Block-Leaders, der allein über Transaktions-Reihenfolge entscheidet, arbeiten rund 16 Proposer parallel in einem 50-Millisekunden-Zyklus
  • Proposer setzen Transaktionen zu Erasure-Code-Stücken (“pslices”) zusammen und verteilen sie an rund 256 Attester
  • Attester unterschreiben kryptographisch, welche Transaktions-Sets sie gesehen haben
  • Wenn genügend Attester ein pslice bezeugen, kann der Leader die Transaktionen nicht mehr selektiv ausschließen, ohne einen für das Netzwerk ungültigen Block zu produzieren

Die zentrale Eigenschaft: selektive Zensur-Resistenz. Entweder werden alle gebühren-konkurrenzfähigen Transaktionen eines Zyklus inkludiert, oder keine.

Offene Probleme (laut Helius selbst)

Helius nennt im Research-Post zwei nicht-gelöste Punkte:

  • Content-visible Ordering bleibt ungelöst. Transaktionen sind für alle Proposer beim Empfang sichtbar — die Multi-Proposer-Architektur erweitert diese Angriffsfläche möglicherweise sogar
  • Zeit-basierte Latenz-Spiele sind im aktuellen Design als “unpunishable” bezeichnet

Anzas paralleler Roadmap-Post

Anza hat am 25. März 2026 einen separaten Post veröffentlicht (Anza Blog: Solana Constellation — Fair Internet Capital Markets), der den Multi-Proposer-Vorschlag aus Anza-Perspektive adressiert. Anza-CEO Brennan Watt erwähnt MCP zusätzlich im Anza26-Roadmap-Post: “In 2026, we’ll ship an initial MCP version focused on enforcing transaction ordering within a batch in-protocol.”

Die genaue Beziehung zwischen Helius-Constellation-Spec und Anza-MCP-Implementation ist Gegenstand laufender Diskussion in der Solana-Foundation.

Wie Constellation mit Alpenglow zusammenpasst

Constellation und Alpenglow adressieren unterschiedliche Solana-Schichten:

  • Alpenglow = Konsens-Layer (wie sich Validators auf finalisierte Blocks einigen)
  • Constellation = Block-Construction-Layer (wer Blocks initial zusammenbaut)

Sie können technisch koexistieren. Alpenglow finalisiert Blocks unabhängig davon, ob sie von einem einzelnen Leader oder mehreren konkurrierenden Proposern stammen.

Status

  • Constellation ist ein Research-Stage-Vorschlag
  • Eine konkrete Mainnet-Implementations-Timeline ist weder von Helius noch von Anza öffentlich genannt
  • Solana-Foundation und Validator-Communities diskutieren laufend Refinements

Was zu beobachten ist

  • Wie sich die Helius-Spec und die Anza-Implementation-Roadmap aneinander angleichen
  • Wie Validators die zusätzliche Rolle “Proposer/Attester” operativ einbauen werden
  • Wie die ungelösten Probleme (Content-visible Ordering, Latency-Games) in nachfolgenden Spec-Versionen adressiert werden
  • Wann ein formales SIMD aus Constellation hervorgeht

Quelle

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